Ob der Scanner im Supermarkt, das Handy in der Hosentasche oder Künstliche Intelligenz, die Texte zusammenfasst – Maschinen, die lesen, sind Teil unseres Alltags. Doch die Idee, das Lesen durch technische Hilfsmittel zu unterstützen oder gar zu automatisieren, ist älter, als man denkt. Der Vortrag erkundet die Geschichte der „Lesemaschinen“ – von technischen Hilfsmitteln wie dem Bücherrad der Renaissance bis hin zu digitalen Algorithmen, die Sprache analysieren und deuten.

Dabei geht es nicht nur um Technikgeschichte, sondern um die Vielfalt der Versuche, das Lesen zu erleichtern oder nachzuahmen. Vom Buch als „perfekter Lesemaschine“ bis zur KI, die Texte verarbeitet, lädt Vortrag zu einer Entdeckungsreise durch die Geschichte des Lesens ein – und dazu, darüber nachzudenken, was Lesen überhaupt heißt.

Datum und Zeit: 29.10.2026 | 19:00|  SR.213 (Rodestraat 14, 2. Etage)

Ort: Universität Antwerpen, Stadt91³Ô¹ÏÍø, der genaue Ort wird noch bekanntgegeben

Anmeldung: Die Teilnahme ist kostenlos, melden Sie sich aber bitte über den Anmeldeknopf an.

Elias Kreuzmair ist Literaturwissenschaftler am Institut für Deutsche Philologie der Universität Greifswald. Seine Forschungsschwerpunkte liegen in der Geschichte des Lesens, der Literaturtheorie und der Beziehung von Literatur und Medien. Gegenstände seiner Forschung waren unter anderem Leselehren aus der Frühen Neuzeit, Unterhaltungszeitschriften aus den 1920er Jahren und Literatur auf Social Media. Aktuell arbeitet er an einem Projekt zur Wissensgeschichte des Lesens.

Elias Kreuzmair hat in München und Paris Neuere deutsche Literatur, Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft sowie Soziologie studiert. 2018 wurde er mit einer Arbeit über die Poststrukturalismus-Rezeption der deutschsprachigen Pop-Literatur promoviert (Pop und Tod. Schreiben nach der Theorie, Metzler 2020). Nach der Promotion forschte er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in DFG-geförderten Projekten zu postdigitaler Literatur (Literatur nach der Digitalisierung, hg. m. Eckhard Schumacher, 2021) und zu Unterhaltungszeitschriften in der Zwischenkriegszeit. Aktuell leitet er das DFG-Projekt „Lesen schreiben. Poetologien des Wissens über Lektüre“.